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Griechenland 2013

Dienstag, der 30.04.2013

Endlich geht es los:

Auf dem Landweg nach Griechenland. Unser erster Übernachtungsplatz ist auf dem Campingplatz Pyhrn Priel an der Autobahn Wels - Graz, den wir um 20.00 Uhr erreichten.

 Mittwoch, 01.05.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang und einem kurzen Frühstück

geht es weiter. Um 11 Uhr in Maribor zeigt das Außenthermometer bereits 25 Grad und um 16.15 Uhr an der Grenze nach Serbien unglaubliche 37,2 Grad. Am späten Nachmittag dann erreichen wir den Camping Zasavica, Ausfahrt SR Mitrovico. Der Platz ist sehr gepflegt, alles neu, das Sanitärhaus wie in einem Hotel ausgestattet.

Der Betreiber des CP ist sehr nett und spricht ein hervorragendes Englisch. Er begleitet uns die ca. 200 m zum Eingang des nahe liegenden Nationalparks um sicherzustellen, dass wir auch keinen Eintritt bezahlen müssen, was für Campingplatzgäste anscheinend üblich ist. Es gibt dort, neben diverser Bewirtung, einen rießigen Vogelbeobachtungsturm und einen sehr schönen Wanderweg am Fluß entlang, zwischen Kühen, Eseln und Schweinen. Besonders die Esel und Kühe interessieren sich sehr für unsere Hunde. So sehr, dass es mir bisweilen sogar etwas mulmig wird, vor allem als einige Jungbullen und eine ausgewachsene Kuh aufgeregt muhend auf uns zu galoppiert kommen. Als Edi dann aber einen Stock in die Hand nimmt, sind die Fronten geklärt. Wie Hunde in Südeuropa das Bücken nach einem Stein verstehen, verstehen die Kühe und Esel hier offensichtlich den Stock in der Hand eines Menschen.

Kurz nach unserem Abendessen, kommt der Fahrer des einzigen weiteren Womos am Platz und lädt uns in die Loggia des CP ein zum Fussballspiel Bayern - Barcelona im Fernsehen. Es stellt sich heraus, dass er der Generalvertreter für Bürstner in Serbien (Belgrad) und gleichzeitig der Vorsitzende vom www.campingclubserbia.com ist. Auch er und seine Frau sprechen ein gutes Englisch und sogar mit den beiden Kindern können wir uns prima unterhalten. Da es in Belgrad zur Zeit keinen Campingplatz gibt, bietet er auf seinem Firmengelände für Camper Stellplätze mit Ver- und Entsorgung an: www.campingcenterbelgrad.com

Es wird ein netter Abend, doch von dem Fussballspiel bekommen wir wir nicht allzuviel mit. Aber wer braucht Fussball, wenn er sich mit den Bewohnern des Landes unterhalten kann? 

 

Donnerstag, 02.05.

Nach einem Spaziergang durch die Felder und dem Frühstück geht es weiter.

Wir wollen heute bis nach Griechenland ans Meer.

Der vorher ausgesuchte Stellplatz bei Katerini gefällt uns gar nicht und wir fahren weiter, auf der Suche nach einem schönen CP, auf dem wir 2009 einige Tage verbrachten. Leider habe ich nur den Namen notiert und nicht den Ort. Als es bereits stockfinster ist geben wir die Suche auf und fahren in einen Campingplatz in Leftokaria, dessen Tor noch offen steht.



Freitag, 03.05.

Wir starten um 11 Uhr bei 27 Grad und erreichen am Nachmittag den CP Hellas bei Kato Gazea am Pilion. Wir finden einen schönen Stellplatz in erster Reihe, direkt am Strand.

Hier verbringen wir zwei faule Tage mit Wandern, Schwimmen, Essen, Lesen.

Montag, 06.05.

Heute geht es weiter zu unserem eigentlichen Ziel, der Peloponnes. Wir entscheiden uns für die Autobahn Richtung Athen, biegen bei Thiva Richtung Süden ab und fahren bei Mandra auf die Autobahn Athen-Korinth. Nach der Straße von Korinth verlassen wir die Autobahn wieder und halten uns immer am Meer Richtung Süden.

Wir verbringen eine Nacht auf dem Camping Nicola II nahe Palea Epidavros,



um am nächsten Morgen (Dienstag, 07.05.) den Vulkan bei Kaimeni Chora auf der Halbinsel Methana zu erkunden.

Danach geht es weiter über Galatas, Ermioni, Kranidi zur Paralia Fournon bei Fourni.

 

 

Als es langsam Abend wird, verschwinden alle Tagestouristen und einheimische Badegäste. Es kommt noch ein ca. 70 jähriger Grieche mit Frau, Kindern und Enkelkindern für ein spätes Bad im Meer und erzählt uns, dass er 20 Jahre in Australien gelebt hat und sich freue, seine Englisch-Kenntnisse einmal wieder anzuwenden. Dann sind wir alleine in einer schönen Bucht und genießen den Sonnenuntergang und die Ruhe.

Mittwoch, 08.05.

Das bimmeln der Glocken einer vorbeiziehenden Schafherde weckt uns und wir gehen noch vor dem Frühstück den markierten Weg über Felsen und durch Kräuterfelder am Meer entlang zur Frachthi-Höhle, einem der frühesten Plätze menschlicher Besiedlung aus dem Mesolithikum (ca. 10.000 - 6.000 v. Chr.).

 

 

 

 

Selbst wenn nun Stege zur Besichtigung der großen Höhle errichtet sind, ist es für uns doch etwas Bewegendes, dort zu stehen, wo bereits vor 10.000 Jahren Menschen gewohnt haben.

 

Zurück am Womo gibt es Frühstück und wir fahren weiter zu Strand bei Kandia.

 

Donnerstag, 09.05.

Im Laufe des Vormittags vertreiben uns schwarze Wolken von diesem herrlichen Strand. Unser Ziel ist eigentlich der Camping Zaritsi zwischen Nafplio und Leonidio, doch in der Bucht angekommen ist kein CP zu finden. So kehren wir zurück zum Camping Trepani, wo wir gerade noch unsere Markise ausfahren, bevor ein gewaltiger Wolkenbruch niedergeht. Kurz nach uns suchen noch zwei weitere Wohnmobile auf dem kleinen Platz Schutz. Jeder sitzt in seinem Womo, während Sturzbäche die Sicht aus den Fenstern fast unmöglich machen. Zu allem Überfluss kommt noch ein heftiges Gewitter hinzu. Die Blitze gehen direkt vor uns ins Meer und wir sind froh, zwischen dem Restaurant und einigen hohen Bäumen Schutz gefunden zu haben. Dieses Unwetter hätte ich nicht am freien Strand von Kandias erleben wollen.

Blick aus dem Womo-Fenster

 

Da man sich in Dethlef eigentlich nicht mehr bewegen kann, wenn wir mit unseren Hunden innen sitzen und es nicht so aussieht, dass der Regen bald nachlässt, beschließen wir, in dem zum CP gehörigen Restaurant zu Abend zu Essen. Weil wir außer der Familie und einigen Freunden des Besitzers die einzigen Gäste sind und das Lokal über eine überdachte Terasse Richtung Meer verfügt, nehmen wir Luna  und Lilly mit. Um auf die Terasse zu kommen, müssen wir mitten durch das Restaurant und da Griechen Hunde ja meist in geschlossenen Räumen nicht dulden, fragen wir, ob wir durchgehen dürfen und werden sogar eingeladen innen zu bleiben, mit den Hunden! Das haben wir noch nie erlebt. Wir entscheiden uns allerdings trotzdem für die Terasse weil wir gerne außen sitzen. Edi bestellt Suflaki, ich "Lamb Chops", wobei man in Griechenland nicht unbedingt wirklich Kotelett erwarten sollte. Ich erwähne das deshalb, weil ich hier die besten "Lamm-Scheiben" in meinem Leben gegessen habe! Zart, saftig, hervorragend gewürzt, vom Holzkohle-Grill!

 

Freitag, 10.05.

Am nächsten Morgen ist es immer noch frisch und die Sonne spitzt nur ab und zu durch eine Wolkenlücke. Geplant war, dass Edi von dieser Ecke aus eine Tagestour mit Kati über die Bergstraßen macht. Doch wenn wir hochblicken, ist alles noch hinter Wolken verborgen und so entschließen wir uns weiterzufahren.

 

 

Die Straße führt uns über Leonidio nach Kosmas, auf kleinen Straßen mitten durch die Berge. Auf dem höchsten Pass, in den Wolken, zeigt unser Außenthermometer 9 Grad. Doch auf der anderen Seite blickt wieder die Sonne durch die Wolken und uns erwartet eine gänzlich andere Landschaft.

Wir haben uns als nächsten Übernachtungsplatz die Bucht von Vlychada bei Richia ausgesucht. Da wir ja ohne Navi unterwegs sind, ist bereits die Strecke bis Richia auf Grund der unterschiedlichen Straßenschilder und Ortsnamen, welche für Griechenland ja so typisch sind (vielleicht eine der letzten Herausforderungen von Reisen ohne Navi in Europa), nicht einfach zu finden. Doch die Zufahrt zu der Bucht, würden wir ohne die genaue Beschreibung im Womo-Reiseführer niemals erkennen. Eine enge Asphaltstraße führt 7 km weit durch die Einsamkeit der Bergwelt. Nur ein paar Ziegen treffen wir halbem Weg.

Ein Schild mit "Camping strengstens verboten, 150 € Strafe" ist zur Seite gedreht. In der Feriensaison wird es wohl wieder zur Straße stehen.

In dieser wunderschönen, einsamen Bucht verbringen wir 2 Nächte.

Sonntag, 12.05.

Wir verlassen diese schöne Bucht und fahren weiter Richtung Süden in Gefyra kaufen wir Obst, Gemüse und Wasser (Bier und Wein haben wir noch). Da wir Monemvasia bereits von einer früheren Reise kennen, geht es weiter über Lira, Pantanasa und Neapoli zum kleinen Strand von Paleochastro. Hier machen wir eine kurze Mittagsrast.

Dann geht es weiter nach Profitis Ilias, kurz vorher rechts, ca. 1km über Schotter zum Meer. Hier finden wir, wieder dank dem Womo-Reiseführer, einen tollen Stellplatz auf einer kleinen Landzunge.

Wir packen unseren Rucksack und machen uns auf den Weg Richtung Norden, immer am Meer entlang.

Montag, 13.05.

Vor dem Frühstück gehen wir Richtung Süden, vorbei an Profitias Ilias nach Agia Marina

unterwegs nach Agia Marina


Dann fahren wir weiter, immer so nah wie möglich am Meer bis Mavrovouni, kurz hinter Gythio. Wir besichtigen die drei nebeneinander liegenden Campingplätze und entscheiden uns für Mani Beach Camping.

Hier bleiben wir drei Nächte. Wir verbringen die Zeit mit Laufen, Schwimmen und Motorradfahren.

Donnerstag, 16.05.

Für heute haben wir uns die Umrundung der Mani-Halbinsel vorgenommen.

Das ist nun auch für uns Neuland, da waren wir bisher noch nicht.

Eine kleine Straße geht bis Kokinoghia, dem südlichsten Punkt des griechischen Festlandes. Ein paar Häuser, eine schöne Taverne am Ende, dann noch wenige Meter bis zum Parkplatz. Auch hier wieder ein Schild mit Camping verboten, doch ein Pickup mit Aufbau steht hier,  der sicher nicht mehr weiterfährt. Ich denke auch hier, wie bei so vielen anderen Plätzen, wird das Übernachten außerhalb der Feriensaison geduldet. Doch wir wollen ja sowieso nicht bleiben. Mit einigen Flaschen Wasser und den Notfall-Medikamenten für die Hunde im Rucksack gehen wir auf dem gut erkennbaren Wanderweg zum Cape Tenaro.

Zurück bei Dethlef gehen wir in der Taverne Essen und fahren dann zum Sauriereierstrand bei der Diros Höhle. Dieser Platz ist gut besucht, doch wir finden noch eine Ecke für unser Womo am hintersten Ende der Bucht. Nach einem "Ankommen-Bier", einer kleinen Ruhepause und dem Abendessen gehen wir die nähere Umgebung erkunden.

Freitag, 17.05.

Die Höhlen von Diros haben wir ebenfalls bereits vor eingen Jahren besichtigt. Nicht dass diese keinen zweiten Besuch wert wären. Man wird in kleinen Kähnen durch eine einmalige Höhlenwelt gestakt. Doch wir entscheiden uns für die Weiterfahrt.

Die Straße führt uns über Kalamata, Koroni zum Srand von Kalamaki bei Vasilitsi.

Besonders hat uns die Gegend zwischen Platsa und Kalamata gefallen. Vor uns das Meer, viele Kurven durch die Vorberge und hinter uns das mächtige Taygetos Gebirge. Hier wäre, neben dem Bayerischen Wald und Kreta auch eine Gegend, wo wir leben könnten. Und dann natürlich noch die Ecke zwischen Vasilitsi, dem Cape Akritas und Finikounda.

Am späten Nachmittag erreichen wir den Kalamiki Beach. Ein Großteil des Stellplatzes wurde bereits vor einiger Zeit von den Wellen weggeschwemmt. Auch heute rauscht das Meer lautstark an den Strand. Wir entscheiden uns dennoch zu bleiben, Edi lädt die Kati ab und erkundet die Umgebung, während ich mit den Mädels beim Womo bleibe.

Als Edi zurück ist, kann ich schon fast nicht mehr hören wegen dem unablässigen Lärm, den die Wellen am Kiesstrand verursachen. So ziehen wir ca. 20 Meter höher auf den Parkplatz vor der kleinen Kapelle. Es steht hier zwar ein Schild "No Camping" doch niemand stört sich an uns. Im Gegenteil, die wenigen Anwohner und Landwirte, die vorbeikommen, erwiedern freundlich unsere Grüße.

Samstag, 18.05.

Das Meer hat sich zwar etwas beruhigt, baden kann man jedoch noch immer nicht. So fahren wir weiter zum Loutsa Camping kurz vor Finikounda und bleiben hier bis Montag

Montag, 20.05.

Wir fahren über Methoni nach Pilos, um die Bucht von Navarino und zweigen in Giavola links ab auf einer kleinen Straße zum nördlichen Ende der Bucht. Bei einer Weggabelung parken wir Dethlef unter einigen Eukalyptusbäumen, ziehen die Wanderschuhe an und gehen Richtung Paläokastro. Links der feine Sandstrand der Navarino Bucht, rechts das braune Wasser einer großen Lagune. Als wir am Ende der Bucht ankommen haben wir die Wahl zwischen der Höhle des Nestor und dem Aufstieg zur Burg. Da der Weg zur Höhle stark zugewachsen ist und wir unsere Hunde nicht schon wieder stundenlang von Disteln und Ähren befreien wollen, nehmen wir den Weg zum Kastro. Auf dem Schild unten in der Bucht steht, dass das Betreten der Burg wegen Einsturzgefahr verboten ist. Oben angekommen ist kein Schild zu sehen und es führen viele ausgetretene Pfade durch die rießige Anlage. Natürlich machen wir uns ebenfalls an die Erkundung. Bis zu 2.000 Menschen lebten seinerzeit hier oben.

Zurück am Womo fahren wir weiter Richtung Norden zum Stellplatz bei Romapou. Doch: große Schilder mit "Camping strengstens bei Strafe verboten". Die griechischen Badegäste schauen uns auch nicht so freundlich an und so fahren wir zurück nach Gialova zum Camping Erodios. Der Platz liegt direkt am Strand, ist sehr gepflegt und der Besitzer und das Personal sehr nett.

Mittwoch, 22.05.

Die letzten Tage wollen wir am Camping Palouki nahe Amaliada, ca. 20 km nördlich von Pyrgos, verbringen. Wir waren 2005 schon mal in den Ferien mit Janis dort und es hat uns sehr gut gefallen. Wir sind auch diesmal nicht enttäuscht. Als wir ankommen sind wir außer zwei Wohnwagen und einem Zelt die einzigen Gäste. Am Mittwoch Abend stehen wir auf einem schmalen Platz, weil uns erste Linie am Meer wichtiger als der Platz ist. Als am nächsten morgen der Wohnwagen von gegenüber abreist, ziehen wir sofort hinüber. Das ist genau der richtige Ort für uns, diesen wunderschönen Urlaub zu beenden!

Freitag, 24.05.

Heute heißt es zusammenpacken. Gegen Mittag fahren wir los nach Patras. Wir kaufen noch Lebensmittel für den Heimweg, dann fahren wir um 16.00 Uhr auf die Fähre nach Bari. Wir sind bis Igoumenitsa das einzige Womo auf dem Camperdeck.

 

 

gen Sonnenuntergang        -        nach Hause

 

 

 

 

auf Wiedersehen Griechenland

 

bis zum nächsten Mal

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© Doris Oeder