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Kreta 2011

04. bis 30. Mai 2011

Womo 3.312 km

Kati 637 km (die Kati ist Edi`s Motorrad KTM LC4 690)

 

 



Wir starten um 15.00 Uhr Nähe Amberg und kommen um 23.00 Uhr beim "International Camping", Ausfahrt Modena Nord an. Der Platz kostet uns zwar 28,-€, dafür liegt er direkt an der Ausfahrt und man kann angeblich die ganze Nacht hineinfahren. Am verschlossenen Rolltor ist eine Nummer die man wählt und man wird eingelassen. Lt. CP-Betreiber die ganze Nacht über. Es ist zwar etwas laut, aber man steht sicher hinterm Zaun auf einer Wiese unter Bäumen und die Sanitärgebäude erfüllen unsere Ansprüche voll und ganz.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Ancona, wo wir um 13.00 Uhr ankommen und uns nach der Abfertigung in die Warteschlange für unsere Patras-Fähre (Anek) stellen. Wir verlassen, wie jedes Jahr, das Hafengelände durch den nahen Fußgänger-Ausgang und gehen erstmal Pizza-Essen.

 

Am 06.05. rollen wir in Patras von der Fähre und fahren zum CP Isthmia Beach nahe Korinth. Wir finden im nächsten Ort einen Supermarkt, stehen dann am CP in erster Reihe am Meer und genießen unseren ersten Abend in Griechenland.



Wir haben diesmal zwar unsere Hunde nicht dabei, aber irgendwie scheinen wir einen nur für Hunde sichtbaren Aufkleber "Hundefreunde" an uns und unseren Fahrzeugen zu haben.

Es sind noch 85 km nach Piräus zur Fähre nach Kreta. Gut dass wir rechtzeitig losfahren. Es gibt bestimmt einen einfacheren Weg zum Hafen von Piräus. Und Gott sei Dank ist unser Womo nicht breiter als ein Mülllaster. Denn einem solchen folgen wir ca. eine dreiviertel Stunde lang durch enge Strassen, halten natürlich an jeder Mülltonne (ca. alle 10 Meter) und finden dann dennoch irgendwann später die Einfahrt zum Hafen. Wir haben das einzige Womo an Bord. Die Fähre legt pünklich um 21.30 in Heraklion an und wir finden nach langem Suchen um 24.00 Uhr den Creta Camping. Doch auch dort kann man um diese Zeit noch hineinfahren. Eigentlich ist es ganz einfach. Man fährt Richtung des überall ausgeschilderten Seewasser Aquariums, an diesem vorbei, auch wenn das im Finsteren aussieht wie in den Bronx, bis zum Meer und dann rechts immer am Meer entlang. Nach ca. 2 km erreicht man den CP.

Am nächsten morgen geht es weiter nach Festos und dann zum Kommos Beach bei Pitsidia.

Am nächsten Tag, Montag, holt Edi nach unserem alltäglichen Morgenspaziergang, den wir auch ohne unsere Hunde immer machen, auf der Kati frische Semmeln im nahen Pitsidia. Danach fahren wir mit dem Motorrad nach Matala, besichtigen die Höhlen, essen, nach einer Einladung in die Küche zum Aussuchen der Speisen, hervorragend im letzten Restaurant am südlichen Ende der Bucht und kaufen in diesem schönen und um diese Jahreszeit sicher noch erholsamen Touristen-Hippi-Ort die ersten Mitbringsel.


Zurück am Womo machen wir einen Strandspaziergang, gehen baden und genießen den Sonnenuntergang vorm Womo.





Am Dienstag geht es dann mit Kati in die Rouvas Schlucht. Nach einer wunderschönen Fahrt auf Schotterwegen entlang eines Stausees parken wir direkt an der einzigen Forellenzucht Kretas und steigen ca. 1 Stunde lang die Schlucht hinauf. Auf dem Rückweg sammle ich wilden Salbei, Oregano und Thymian und im Lokal angekommen teilen wir uns eine gegrillte Forelle.


Schwarze Wolken treiben uns zum Womo zurück. Doch erst in der Nacht kommt Wind auf und wir hören den Regen. Sogar ein Gewitter weckt uns nochmal aus dem Schlaf.
Um 8.00 Uhr, als kein Regen mehr aufs Dach tropft, stehen wir auf und gehen zu Fuß nach Pitsidia um Semmeln und frische Erdbeeren fürs Frühstück zu kaufen.
Trotz schwarzer Wolken fahren wir dann mit Kati los nach Lentas. Unterwegs fängt es an zu regnen. Erst leicht, dann immer mehr. In einem Bergdorf, ca. 8 km vor Lentas finden wir Unterschlupf in einem Bushäuschen. Die Bar gleich nebenan hat leider geschlossen! Als der Regen kurz aufhört beschließen wir, zum Womo zurückzufahren, da unsere Hosen tropfnass sind und wir so den Strand bestimmt nicht genießen können.

Donnerstag, 12.05.
Es geht weiter nach Ierapetra auf den CP Koutsounari zwischen 008 und 009 im Womo-Führer.
Unterwegs machen wir Halt in Tsoutsourous (006) und gehen auf dem wunderschönen Küstenwanderweg Richtung Kapelle.
Am CP stehen noch ein Wohnwagen aus der Schweiz und ein Zelt von Fahrradreisenden aus Deutschland. Das Sanitärgebäude hat in diesem Jahr wohl noch keine Putzfrau gesehen. Aber auf dem einzigen CP weit und breit kann man halt nicht so anspruchsvoll sein. Der Schmutz ist ja nicht von anderen Gästen sondern von Wind, Staub und Blättern. Die Duschen und Toiletten funktionieren, man kann das eigene WC entleeren. Das genügt uns eigentlich.

Der Strand dafür ist lang, sauber und einladend. Wenn da nicht der Wind wäre! Starker Wind. Richtig starker Wind. Sturm.

Gott sei Dank stehen wir geschützt an einer Mauer unter Stahlrohr gestütztem Mattendach. Die Eukalyptusbäume liegen fast waagerecht.

 

 

 

 

Freitag, 13.05.
Wir fahren mit Kati in die Schmetterlingsschlucht. Der Weg durch die Schlucht ist nach unserer Sicht einfacher als beschrieben. Die 8 m hohe Leiter halten allerdings nur noch ein paar Seile zusammen. Aber es ist sehr schön hier. Immer am Bach entlang oder darüber geht es. Auch einige richtige Kletterpartien sind dabei, aber nicht schwierig. Irgendwann, wir sehen bereits das Ziel, eine kleine Kapelle, verliert sich der Weg im Gestrüpp und wir kehren um. Wie sich herausstellt haben wir eine Bachüberquerung verpasst und dadurch den Weg verloren. Nicht desto Trotz war es eine schöne Wanderung.

 

 

 

Am Samstag, 14.05. Sturm!!!
Wir sind nicht sicher ob das Mattendach und die einbetonierten Metallstützen standhalten. Gegen Mittag wird der Wind etwas schwächer und Edi fährt mit Kati einkaufen (ein bisschen Angst habe ich schon um ihn). Ich wasche Wäsche.
Heute vor zwei Jahren ist unsere Aimy (unser Seelenhund) auf Euböa gestorben........

Sonntag, 15.05.
Viel weniger Wind. Wir fahren mit dem Motorrad ca. 30 km nach Triptis und wandern auf den höchsten Berg dieser Gegend. Bereits bei der 12 km langen Anfahrt ab Kato Chorio zu unserer für heute geplanten Wanderung, sehen wir abwechselnd mal das Lybische Meer der Südküste, mal den Mirabello-Golf der Nordküste.

Es ist keine allzu schwere Wanderung auf den Afendis Stavromenos (ca. 2 1/2 Stunden). Oben angekommen finden wir eine verlassene Kapelle und eine beinahe verfallene Berghütte. Und natürlich, wie im Womo-Reiseführer versprochen, einen gigantischen Ausblick sowohl zur Süd- als auch zur Nord-Küste Kretas.

Zurück in Tripti folgen wir den Wegweisern Taberna und landen in einer kleinen Dorf Taverne auf der Terasse. Wir trinken jeder ein Bier, bekommen dazu je vier kleine Teller mit verschiedenen Speisen. Unser Apetit ist gestillt und wir fahren zu unserem Womo zurück. Wir gehen noch baden und verbringen einen weiteren schönen Abend vor dem Wohnmobil.



Heute geht es weiter nach Xerokambos.

Wir nehmen ab Analipsi die kleine Straße Richtung Ziros am Meer entlang. Die Strecke ist sehr schön, die Landschaft wir immer kahler, unwirtlicher, schroffer. Von weit oben sehen wir bereits unseren nächsten Übernachungsplatz. Die Straße führt in vielen Serpentinen hinab zur Ambelos Bucht. 

Wir sind alleine mit ein paar bunten Fischerbooten, die an Land liegen und geniessen einen herrlichen Abend wieder einmal direkt am Meer, in einer Bucht, nur für uns.

Nach einem Morgenspaziergang entlang den Klippen und einem ausgiebigen Frühstück unter dem einzigen Baum weit und breit verlassen wir dieses kleine Paradies und fahren nach Kato Zagros.



Und was finden wir? Noch ein Paradies. Diesmal zwar mit Zivilsation in Form von einigen Tavernen und kleinen Pensionen aber zu dieser Jahreszeit kaum Touries. Wir parken unser Womo kurz vor dem Ort direkt am Strand und gehen ein Bier trinken. Wir fragen natürlich den Wirt ob Camping hier ok ist und werden, wie erwartet, herzlich eingeladen zu bleiben. Edi lädt die Kati ab und sucht einen Bäcker, der möglichst weit entfert ist, damit er schon mal weiss wo er morgen frisches Brot kaufen kann, denn einen Laden gibt es in Kato Zagros nicht. Ich sitze derweil unter einer Tamariske vor dem Womo, direkt am Strand, lese und beobachte zwei Reisebusse, welche Touristen, die durch das "Tal der Toten" gewandert sind, zu ihren Hotels an der Nordküste zurückbringen. Am Abend gehen wir in "unsere Taverne" direkt am Strand essen.



Früh am nächsten Morgen gehen wir los. Wir werden die Schlucht, das Tal der Toten, so weit wir Lust haben hinaufwandern und dann auf dem gleichen Weg wieder zurückgehen. Es ist bereits ziemlich warm, aber der größte Teil des Aufstiegs liegt noch im Schatten. Die Schlucht ist sehr beeindruckend. Meist fließt ein Bach entlang des Weges und die Vegetation ist um diese Jahreszeit, sehr üppig. Wir machen Picknick unter einer großen Platane und gehen zurück, bevor die Touristen, von den Reisebussen oben abgesetzt, in die Schlucht strömen.

 



Am Womo geht Edi mit Kati Brot kaufen und wir verbringen einen faulen Tag am Strand.

Bereits vor Abreise aus Deutschland haben wir über das Gästebuch von Klausimaus` Homepage Kontakt zu einem Ehepaar aus Kassel bekommen, welche eine Woche nach uns auf Kreta ankommen werden. Und - wie es Zufall so will- sind sie schneller als wir, hohlen auf und kommen gegen Mittag genau hier in Kato Zagros an. Es gibt ein große "Hallo", wir finden uns auf Anhieb sympathisch und sie stellen ihr Womo direkt vor unseres. Am Abend gehen wir gemeinsam essen und verbringen anschließend einen sehr schönen Abend vor den Womos.



Am nächsten Tag geht es für uns weiter. Wir wollen den berühmten Palmenstrand von Vai besuchen (016). Als wir in der Nähe sind: Regen. Auch auf Höhe von Itanos, wo wir eigentlich übernachten wollten - noch immer Regen. Wir fahren weiter.

Doch der Regen folgt uns. In der Gegend um Sitia: Gewitter und Platzregen. Es blitzt und donnert, man kann im Regen fast nichts mehr sehen. Vom Hang und von jeder Seitenstrasse oder Treppe in den Berdörfern durch die wir kommen fluten wahre Sturzbäche die Strasse, es werden Erde, Sand und Steine auf die Strasse geschwemmt. Man könnte meinen, die Welt geht unter.

 



 

Wir kommen an den Strand von Tholos, es regnet noch immer. Wir bleiben ein wenig im Womo sitzen, beratschlagen, was wir tun und entschließen uns, die von hier aus nur 15 km zur Südküste zum CP bei Ierapetra zu fahren, da schlechtes Wetter am Campingplatz für uns doch etwas leichter zu ertragen ist.

Aber - nur wenige Zeit später, an der Südküste angekommen - scheint die Sonne.



Freitag, 20.05.2011

Wir fahren weiter entlang der Südküste zum CP "No Problem" in Agia Galini. Der Platz ist zwar nicht direkt am Meer, aber sehr schön eingewachsen, an einem Fluss, ca. 100 Meter vom Strand, mit Pool und Taverne.

Am nächsten Morgen gehen wir am Strand entlang spazieren dann im Pool baden dann Frühstück. Edi lädt Kati ab und erkundet die Gegend. Anschließend gehen wir nach Agia Galini einkaufen und am Abend am Campingplatz Essen.



Montag, 23.05.

Nach drei faulen Tagen am CP No Problem geht es weiter nach Preveli.

Wir fahren zum Kloster und genießen die schöne Aussicht über die kretische Landschaft und das Meer.

Auf dem Rückweg machen wir Halt in einem "Biergarten" unter großen Platanen an einer fotogenen Brücke, wo der Weg zum Nachbarstrand von Preveli abzweigt. Da der Kellner seine Freundlichkeit geschickt zu verbergen weiss und es zu den zwei Bier keine Mesedes, wie sonst überall auf Kreta üblich, gibt, beschließen wir schnell weiterzufahren und zum Mittagessen lieber das Resaurant bei unserem nächsten Übernachtungsplatz zu besuchen.



Die Anfahrt (5 km Schotterpiste) ist sicherlich nicht für Jedermann und Jedeswomo geeignet. Als Gerhard und Anne Steinort (die Verfasser des Womo Bandes Kreta) dort waren, war der Weg wahrscheinlich frisch gemacht. Im Mai 2011 sicherlich nicht. Einen Ersatzreifen brauchten wir allerdings auch nicht, wobei der Zustand zum Teil schon grenzwertig war, d.h. tiefe Löcher und Furchen, ausgespülte Felsbrocken ...

Aber, wie meist bei schlechten Anfahrten, es lohnt! Wir finden eine tolle Taverne, einen kleinen Supermarkt, und einen wunderschönen Stellplatz, den wir uns mit einem VW-Bus teilen.



Am nächsten Morgen gehen wir früh los zum Palmenstrand von Preveli. Der Weg von hier aus führt über zum Teil in den Fels geschlagene Stufen in gerade mal 10 Minuten zu der berühmten Bucht. Wir sind mal wieder vor den anderen Touristen dort und haben diesen wunderschönen Ort die erste halbe Stunde für uns ganz alleine.

Und wollt ihr wissen was mir an Kreta besonders gut gefällt? Man findet überall eine Taverne oder zumindest eine Cantina, oder einen kleinen Laden .... . Man merkt, dass hier mehr Touristen herkommen, es ist alles erschlossen, außerhalb der Hauptsaison aber beinahe einsam. Dennoch hat im Mai bereits alles geöffnet, wie das Lokal am Palmenstrand von Prevesa, zu welchem jeden Tag von "unserer Bucht" aus mit einem kleinen Motorboot alles benötigte gebracht wird. Das heißt, es kommt jeden Morgen ein Auto an den Strand gefahren, beinahe gleichzeitig aus der Nachbarbucht ein kleines Boot mit dem Wirt der Cantina, der dort in der Saison übernachtet. Der holt nun die Bedienung und die Lebensmittel ab und am Abend, kurz bevor es dunkel wird, bringt er die Bedienung und den Müll des Tages wieder zurück. Am nächsten Morgen - das gleiche Spiel.

Wir wandern am Fluss entlang aufwärts. Ein bisschen bedrückend ist es ja schon: 2010 hat ein Brand gewütet. Die Vegetation am Boden hat sich weitestgehend bereits wieder erholt. Die Palmen allerdings haben alle einen kohlschwarzen Stamm. Doch die Natur ist stark; über den braunen Wedeln befinden sich an jeder Palme bereits neue Grüne. Manchmal viele, manchmal wenige. Wir haben keine einzige Palme entdeckt, die nicht wieder ausgetrieben hat. Ob die Stämme wohl jemals wieder heller werden?

Bevor wir uns auf den Weg zurück zu unserem Womo machen kehren wir in der Cantina auf einen Kaffee und ein Sandwich ein.

 Zurück am Womo gehen wir baden und verbringen wieder einmal einen faulen Tag. Edi lädt nicht mal die Kati ab! Wo will er hier auch hin, außer den Schotterweg zurück und wieder her?



Mittwoch 25.05.

Vor dem Frühstück erkunden wir den "Swallow Canyon" der direkt hinter unserem Womo beginnt. Mit unseren Wasser-Wanderschuhen (sie haben auf den Seiten und in den Sohlen Löcher, damit das Wasser wieder ablaufen kann) gehen wir im meist nur knöcheltiefen Wasser durch eine enge Schlucht, bis wir an der Schotterpiste landen.



Am späten Vormittag dann beginnt es zu regnen. Wir gehen in die Taverne Essen - Regen. Wir sitzten im Womo - immer noch Regen. Wir fahren zum CP bei Rethymion, der uns unterwegs besonders empfohlen wurde. Leider habe ich mir im Frust den Namen nicht aufgeschrieben. Für jeden, der große Campingplätze mit perfekten Sanitäranlagen (griechische Relationen) in Ortsnähe mag, bestimmt empfehlenswert. Unser Traum ist das leider nicht.

 

Am nächsten Morgen, leichter Nieselregen, fahren wir sofort weiter Richtung Heraklion, um unsere letzte Nacht auf Kreta noch einmal direkt am Meer in deer Bucht von Almyridia zu verbringen. Das im Womo-reiseführer beschriebene Landwirtschaftliche Anwesen ist bereits einem Restaurant gewichen, welches allerdings noch geschlossen hat. Der Wirt, der gerade mit Eröffnugsarbeiten beschäftigt ist und auch den Strand bereits mit dem Radlader von angespültem Müll gereinigt hat, hat nichts dagegen, wenn wir hier übernachten. Wir stellen uns direkt neben ein als Leihauto zu erkennendes Fahrzeug, welches sicher zu dem Sonnenschirm am anderen Ende der Bucht gehört, in der festen Überzeugung, dass alle Touristen ja spätestens am Abend ins Hotel zurückfahren. Aber - der Besitzer des Wagens, ein Münchner, der bereits seit 6 Wochen auf Kreta ist, will hier die Nacht im Zelt verbringen, um am nächsten Morgen seine Lebensgefährtin in Heraklion vom Flughafen abzuholen. Er baut sein Zelt am Strand auf und da ich noch reichlich Hähnchenfleisch im Gefrierfach habe, das ich sowieso nicht mit nach Hause nehmen will, laden wir ihn zum Abendessen ein.

Danach steigen wir auf den Hügel gegenüber der Bucht um den Sonnenuntergang zu beobachten.



Freitag, 27.05.

Unser letzter Tag. Beim Frühstück wieder Nieselregen. Kreta bemüht sich, uns den Abschied nicht allzu schwer zu machen.

Wir fahren nach Knossos. Was soll ich hier nun über diesen berühmten Palast berichten. Schade, dass Vieles so offensichtlich künstlich nachgebaut wurde.



Wir haben schon eindurcksvollere Stätten besichtigt (z.B. Ephesus in der Türkei oder - gaaanz oben, das Tollste überhaupt, und wir lassen wirklich kaum einen "Steinhaufen" aus, - Pomeji). In unsrem Womo-Tagebuch steht jedenfalls: "....ein heftiges Gewitter mit Platzregen ist nicht Schuld an der kurzen Besichtigung der Ruinen, aber so werden wir wenigstens nicht nass und beobachten die Wassermassen und die Touries im Platzregen, die überfluteten Strassen und durchgeweichten Mattendächer von einer überdachten Taverne gegenüber dem Eingang aus, bei einem Glas Bier und leckerem Mittagessen.

Den Rest des Tages verbringen wir mit der Besichtigung des Crete-Aquariums und am Strand bei Heraklion.

Dann um 22.00 Uhr Einschiffung nach Piräus. Wir sind rechtzeitig im Hafen und stehen direkt vor dem Anlegeplatz. Leider habe ich hier vor lauter Staunen kein Foto gemacht. So etwas haben wir noch nie gesehen: Autos, LKWs, einige Womos, Fußgänger, Motorräder, Roller - alles in einem wüsten Haufen. Dann beginnt das Einschiffen. Es dauert exakt 2 1/2 Stunden. Wir stehen in erster Reihe (die Womos kommen am Schluss) und beobachten das Chaos. Nunja, uns erscheint es jedenfalls als Chaos. Jeder fährt los, Hupen, Pfeiffen, Schreien. Wir sind schon oft Fähre gefahren. Auch innerhalb Griechenlands oder in der Türkei. Aber, dass hier in Heraklion irgendwann jedes Fahrzeug an seinem Platz steht (zumindest sieht es für uns so aus), ist uns unerklärlich.

Die Nacht in den Sesseln der Lounge (Deckspassage) ist für uns echt hart. Ich glaube aus dem Alter sind wir draußen!

 

Samstag, 28.05.

Nach einer ungewollten Stadtrundfahrt durch Piräus, oder wo wir sonst noch überall waren, fahren wir die letzten Kilometer in Griechenland Richtung Patras.

 



 

 

 

Wir finden gegen Mittag sogar einen letzten schönen Strand am Peloponnes, mit Taverne, direkt am Meer, unter Bäumen, aber - Quallen verhindern das Baden.

Viele Quallen: tot, lebendig - große, kleine.... schade.



Die "geordnete Verladung" (echt, keine Ironie) dauert 2 Stunden. Unglaublch wieviele LKWs auf so eine Fähre passen. Die Camper sind am Schluss dran. Jedes Fahrzeug wird, wie schon seit vielen Jahren, von der Hafenbehörde nach illegalen Auswanderern durchsucht.

Auf der Fähre haben wir einen Platz direkt an der Reling und blicken bei der Abfahrt wie immer wehmütig zurück.



 

Sonntag, 29.05.

Um 15.00 Uhr rollen wir vom Schiff, um 0.45 Uhr sind wir Zuhause. Neuer Rekord!

 

                                                                                                                               

                                                                                                                                              nach oben



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